A.B. Calder

A.B. Calder ist das Pseudonym eines Autors, der seit über fünfzehn Jahren an einer einzigen Geschichte arbeitet.
Er lebt mit seiner Familie in der Dominikanischen Republik - weit entfernt vom deutschsprachigen Raum, aber nah an der Überzeugung, dass Sprache und Heimat nicht dasselbe sein müssen. Im Alltag arbeitet er als selbstständiger IT-Dienstleister, Anlagenelektroniker und freiberuflicher Programmierer - Berufe, die mit Systemen zu tun haben, mit Verbindungen, mit der Frage, warum etwas funktioniert und was passiert, wenn es aufhört zu funktionieren.
Vielleicht ist es kein Zufall, dass seine erste Romanreihe von einer Maschine handelt, die die Welt zusammenhalten sollte - und es nicht mehr tut.
Die Welt von Aeryndor entstand nicht als Buchprojekt. Sie entstand als Frage: Was wäre, wenn das Licht, das eine Welt zusammenhält, nicht göttlich wäre - sondern gemacht? Und was würde passieren, wenn jemand herausfindet, dass es zerbrochen wurde?
Aus dieser Frage wurden Charaktere. Aus den Charakteren wurden Kapitel. Aus den Kapiteln wurde eine Saga in zehn Bänden, die 2026 mit Das erwachende Fragment begann.
A.B. Calder schreibt auf Deutsch.
Über das Schreiben von Aeryndor
Warum diese Geschichte. Warum jetzt.
Manche Geschichten beginnt man. Diese hat mich begonnen.
Ich trage die Welt von Aeryndor seit über fünfzehn Jahren mit mir. Nicht als fertiges Buch, nicht als Plan - als Frage, die nicht losgelassen hat. Eine Welt, in der die Sonne zerbricht. Ein junger Mann, der Dinge sieht, die andere nicht sehen. Eine Maschine unter der Erde, die schläft und wartet. Und die Frage, die sich durch alle zehn Bände zieht: Darf irgendjemand das Licht kontrollieren?
Ich habe die Antwort lange nicht gewusst. Ich glaube, das war der Grund, warum ich weitergeschrieben habe.
Es gab lange Pausen. Monate, manchmal länger - der Alltag, die Arbeit, die Familie. Aber die Geschichte hat mich nie ganz losgelassen. Irgendwann kam ich immer zurück. Das Schreiben war kein Projekt. Es war ein Ort.
Kael Ardyn - der Kartograph, der die Welt lieber auf Papier betrachtet als in ihr zu leben - ist mir nicht fremd. Er erinnert mich an jemanden, dem die Welt widerfährt, der beobachtet, der Ordnung sucht in Dingen, die keine haben. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass das auch meine Geschichte war.
Ich habe diese Serie ursprünglich nur für mich geschrieben. Dass sie jetzt gelesen werden kann, ist immer noch ein Gedanke, an den ich mich gewöhnen muss.
Die Chroniken der zerbrochenen Sonne sind für alle, die Karten zeichnen von Orten, die sie noch nicht kennen. Für alle, die Fragen stellen, auch wenn die Antworten unbequem sind. Und für alle, die wissen, dass manche Reisen fünfzehn Jahre dauern - und trotzdem richtig sind.